Offizieller Rennbericht | 3. Lauf BELMOT Oldtimer Grand Prix 2026 | GOLDEN Ära at its best
Offizieller Rennbericht: Tourenwagen Golden Ära & DRM-Revival
53. BELMOT Oldtimer Grand Prix 2026 | Nürburgring (07.–09. August 2026)
Sommermärchen in der Eifel: Sortenreiner Historischer Motorsport vom Feinsten
Vom 07. bis 09. August 2026 verwandelte der 53. BELMOT Oldtimer Grand Prix die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings bei herrlichem Sommerwetter in den Mittelpunkt des europäischen historischen Tourenwagensports. Insgesamt 43.000 Zuschauer erlebten hautnah, wie über einhundert Starter in drei getrennten Starterfeldern Motorsport auf allerhöchstem Niveau boten:
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Tourenwagen Golden Ära (1984–2009): Die Ikonen der DTM, DTC, STW und WTCC. Die beliebtesten Tourenwagen-Epochen werden hier repräsentiert. Das Sahnehäubchen sind jeweils die ex DTM- und Altstars wie Asch, Nissen oder Heger, die ganz vorne mitmischen. Zwischenzeitlich rücken die WTTC und die DTC open Fahrzeuge in puncto Performance nah an die ex DTM Renner auf, das sorgt für Extra Spannung. Zur Freude des Publikums. So manches Mal wird aber übers Ziel hinaus geschossen. Gell!
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DRM-Revival (1971–1983): Die unvergessenen Boliden der Deutschen Rennsport Meisterschaft – angeführt von den bärenstarken Mittelmotor-Boliden der Klasse 15 (BMW M1 Procar), Gruppe-5-Rennern und legendären Gruppe-2-Klassikern. Leider dieses Jahr ohne die 935er Porsches aber dafür mit drei Capri Turbos und zwei BMW M1 ProCars.
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Super Touring Revival (1992-2000): Die schnellsten Tourenwagen aller Zeiten. Ausschließlich Originalfahrzeuge kämpfen in drei Klassen um die Krone. Der STW Cup beerbte die teure ITC und war weltweit das Bindeglied zwischen Gruppe A und Klasse 1 bzw. GT3 Reglement. Noch heute halten STW Fahrzeuge Streckenrekorde für Tourenwagen weltweit. Seit drei Jahren gibt es ein derartiges Format und seit 2025 sortenrein nur für STW Fahrzeuge - dieses Jahr mit Uwe Alzen und Steven Richards aus Neuseeland am Steuer - zwei Weltstars.
Das DRM-Revival ist seit 20 Jahren trditionell fest im Programm des Oldtimer Grand Prix verankert. Für nicht wenige Zuschauer gehört es zu den Highlights am Wochenende. Keine anderen Rennwagen feuern derartig aus den Endrohren wie es die Gruppe 5 Boliden oder die M1 ProCars tun. Außerdem ist Spannung geboten in den vier Klassen. Bärenstark auch dieses Mal wieder die Opel Kadett C.
Das Super Touring Revival ist ein Sprintformat ausschließlich für originale Supertourenwagen und fand in dieser Form erst das zweite Mal statt. Mit fast 20 Teilnehmern gehört es jetzt schon zu den Juwelen im Historischen Kalender. Man kann mit stolz sagen, dass es weltweit kein vergleichbares Rennformat gibt. Die Kooperation von BELMOT Oldtimer Grand Prix, Max Huber und GOLDEN ÄRA machts möglich.
1. Tourenwagen Golden Ära (1984–2009): Asch-Cossie-Power und Zehntel-Sekunden-Krimi
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Rennen 1 (Samstag): Sebastian Asch nutzte die geballte Leistung seines Ford Sierra RS500 Cosworth (Gruppe A) optimal und sicherte sich den Gesamtsieg. Nur gut einen Wimpernschlag dahinter folgte Ronny Scheer auf Nissan Skyline Gruppe A ins Ziel. Ein starker Auftritt des Privatfahrers. Ex-DTM-Profi Kris Nissen konnte an diesem Tag mit seinem BMW M3E30 DTM gegen die Turbo Urgewalt nicht mehr ausrichten und rettete Gesamtplatz drei mit zwei Sekunden Vorsprung.
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Rennen 2 (Sonntag): DTM-Legende Kris Nissen bot im BMW M3 E30 DTM Motorsport-Kino pur. In einem dramatischen Stoßstange-an-Stoßstange-Duell über die gesamte Distanz behauptete er sich gegen Erik Qvick im BMW M3 E36 GTR und überquerte mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,308 Sekunden als Gesamtsieger die Ziellinie! Tim Kuijl landete ebenfalls mit BMW M3 E36 GTR Dauf Platz Drei. Pech für DTM-Legende Roland Asch. Ihm riss in der Einführungsrunde das Kupplungsseil. Der Ammerbucher ließ sich davon nicht abhalten und bewegte OHNE KUPPLUNG den Sierra lange weit vorn im Feld ehe er spät vor Schluss aufgeben musste. Bärenstark!
2. DRM-Revival (1971–1982): Schweizer M1-Doppelsiege und packende Klassenduelle
Das Starterfeld des DRM-Revivals bot spektakulären Sound und packende Positionskämpfe auf der 4,638 km langen Grand-Prix-Strecke:
Rennen 1 und 2 (Samstag, Sonntag mit gleichem Podium):
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Gesamtsieg & Klasse: Der Schweizer Michael Kammermann (#40) dominierte im BMW M1 Procar das Feld von der Spitze weg und erzielte in 1:52.534 Min. (148,37 km/h) die schnellste Rennrunde. Peter Mücke liess seinen Zakspeed Capri Turbo bereits im Qualifying wegen Motorschaden stehen.
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M1-Doppelsieg: Landsmann Roger Waber (#70, BMW M1 Procar) machte den Schweizer Doppelsieg perfekt (+32,320s). Beide profitierten vom Ausfall der beiden Mücke-Capris (Ronny Scheer und Peter Mücke).
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Zweimal Gesamt-Dritter: Michael Sadurski (#400, Opel Ascona 400) erkämpfte jeweils Gesamtrang 3 und den Klassensieg in einem packenden Duell gegen Anton Werner (#42, Audi 200 Quattro Turbo, +1,710s), der jeweils Gesamtplatz vier holte. Die Klasse DRM Classic und DRM 2L waren heiß umkämpft.
3. Super Touring Revival (STW / Class 2): Comeback-Triumph und 0,4-Sekunden-Herzschlagfinale
Mit rund 20 Originalfahrzeugen bot das Super Touring Revival pure 1990er-Jahre-Nostalgie - und reichlich Spannung:
Rennen 1 (Samstag, 08.08.2026 – 11 Runden):
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Gesamtsieg & Klasse STW-2000: Nürburgring-Legende Uwe Alzen feierte nach vier Jahren Rennpause im kultigen Paulaner Opel Vectra STW (#4) ein Traum-Comeback. In 21:07.215 Min. (schnellste Runde: 1:53.831 Min.) sicherten sie sich den Gesamtsieg vor dem fünfmaligen Bathurst 24h Sieger und ex-Profi Steven Richards (#25, BMW E36 320 STW, +5,528s). Rang drei ging an den Schweizer Michael Kammermann (#55, BMW E36 320 STW).
Rennen 2 (Sonntag, 09.08.2026 – 11 Runden):
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Gesamtsieg & Klasse STW-2000: Ein absoluter Krimi um den Sieg – Uwe Alzens Codriver und Fahrzeugbesitzer Gerd Füller (#4, Opel Vectra STW) setzte sich nach rundenlangem Spitzenkampf mit einem Hauch von nur 0,425 Sekunden Vorsprung gegen Steven Richards (#25, BMW E36 STW) durch! Rang drei ging wiederum an den Schweizer Michael Kammermann (#55, BMW E36 320 STW).
BELMOT Oldtimer Grand Prix 2026
Klassensieger:
1. Tourenwagen Golden Ära
Start-Nr. Fahrer / Fahrzeug Modell
#3 Kris Nissen / BMW E30 M3
#55 Steffan Irmler / Opel Kadett GSI 16V
#2 Sebastian Asch / Ford Sierra RS500
#4 Gerd Füller / Opel Vectra STW
#88 Ralf Schrage / Ford Sierra RS500
#13 Sven Bieniek / BMW E36 325i
#292 Tim Kuijl / BMW E36
#17 Ronny Scheer / Nissan Skyline
#30 Erik Qvick / BMW E36 M3 GTR
#25 Michael Schneider / Ford Sierra Cosworth
#40 Markus Reich / Audi A4 STW
#120 Peter Rikli / Honda Accord Euro R CL7
2. Deutsche Rennsportmeisterschaft Revival
Start-Nr. Fahrer / Fahrzeug Modell
#26 Marco Koch / Opel Kadett C Coupé
#44 Jonas Remmele / Opel Kadett C Coupé
#400 Michael Sadurski / Opel Ascona 400
#40 Michael Kammermann / BMW M1 Procar
#513 Uwe Sahler / BMW 320 Gruppe 5
3. Super Touring Revival
Start-Nr. Fahrer / Fahrzeug Modell
#4 Uwe Alzen / Opel Vectra STW (ex Alzen)
#67 Tony Absolom / Vauxhall Cavalier STW (ex Kaye)
#55 Michael Kammermann / BMW E36 320 STW (ex Cecotto)
#4 Gerd Füller / Opel Vectra STW (ex Alzen)
Fazit: Ein historisches Motorsport-Festival der Superlative in der Eifel
Der 53. BELMOT Oldtimer Grand Prix 2026 hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum die drei Rennformate das pulsierende Herzstück des Wochenendes bilden:
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Tourenwagen Golden Ära: Packende Rad-an-Rad-Duelle und Millimeter-Entscheidungen – gekrönt vom dramatischen 0,3-Sekunden-Finish zwischen Kris Nissen und Erik Qvick sowie dem Turbo-Triumph von Roland und Sebastian Asch.
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Super Touring Revival (STW): Ein Traum für Liebhaber der 1990er-Jahre-Klasse-2-Boliden, bei dem Uwe Alzen und Gerd Füller im legendären Paulaner-Vectra mit einem Hauch von 0,425 Sekunden Vorsprung den Doppelsieg einfuhren.
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DRM-Revival: Das unverwechselbare Grollen und die Faszination der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, angeführt von den souveränen BMW-M1-Procar-Galaauftritten von Michael Kammermann und Roger Waber.
Gänsehaut beim Schnitzer Tribute & Starauflauf im Fahrerlager
Abseits der Strecke verwandelte sich das Fahrerlager in ein rollendes Museum und ein Familientreffen der Motorsport-Legenden. Ein emotionaler Höhepunkt war das große Schnitzer Tribute, bei dem das Lebenswerk und die Erfolge des bayerischen Traditionsteams gewürdigt wurden.
Bei der viel beachteten Schnitzer-Talkrunde sowie den dicht umlagerten Autogrammstunden gaben sich die Ikonen vergangener Tage die Klinke in die Hand. Angeführt von Reporter-Legende Rainer Braun und DTM-Champion Bruno Spengler schwelgten Publikumslieblinge wie Uwe Alzen, Kris Nissen, Roland Asch, Peter Oberndorfer, Altfrid Heger, Klaus Ludwig, Harald Grohs, Christian Danner, Leopold Prinz von Bayern und Volker Strycek in Erinnerungen und standen den Fans für Benzingespräche und Autogramme zur Verfügung.
"Wenn du hier im Fahrerlager stehst, die alten Weggefährten triffst und siehst, mit wie viel Herzblut diese Autos restauriert und bewegt werden, geht jedem Rennsportfan das Herz auf. Das Schnitzer Tribute und diese Kulisse am Nürburgring sind schlichtweg einmalig."
— Rainer Braun, Motorsport-Journalist & Streckensprecher-Legende
"Es war ein unglaubliches Wochenende. Wir haben auf der Strecke um jeden Zentimeter gekämpft, aber im Fahrerlager ist es eine große Familie. Genau das macht die Tourenwagen Golden Ära und das STW Revival so besonders."
— Uwe Alzen, STW-Doppelsieger
Ein herzlicher Dank an unsere Partner & Sponsoren
Ein solches motorsportliches Großereignis wäre ohne die engagierte Unterstützung starker und motorsportbegeisterter Partner nicht denkbar. Ein besonderer Dank gilt daher:
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BMW Classic
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Spiess Classic
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Rennarzt.de
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Atrex Automotive
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Nürburgring Hotels & Ferienpark
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Welschar Stahlbau
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Oberlin Filter
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Irmler Racing
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Niederhof Kohlefaser- und Motorentechnik
Dank dieser engen Partnerschaften und der großartigen Resonanz von 43.000 Zuschauern verabschiedet sich der 53. BELMOT Oldtimer Grand Prix 2026 als echtes Fest für die Motorsport-Geschichte in die Bücher.
Download Bilder (bitte Copyrights verwenden):
Elfi Jung:
- Tourenwagen Golden Ära
- Super Touring Revival
Marc Boels:
- Teilnehmer
- OGP 2026 Allgemein
- Super Touring Revival
Dennis Petermann:
- Super Touring Revival
- Tourenwagen Golden Ära
- DRM-Revival
Dan Airey:
- Golden Ära
Amber Leyburne:
- Super Touring Revival